Bettelarmband – Mädchen sammeln kleine Träume

Das Bettelarmband ist wieder in Mode. Es besteht aus einem Armband mit Kettenglieder an die man kleine Anhänger einhängen kann.  Sie werden auch englisch  „Charms“ oder französisch „Joujou`s“ genannt. Nicht nur bei Mädchen sondern auch bei Frauen sind diese Armbänder wieder sehr beliebt.

Bettelarmband mit jeder Menge Glücksbringer
Bettelarmbänder gibt es in allen möglichen Ausführungen. Hochwertiger aus Gold oder Silber, günstiger aus Metall oder Kunststoff. Die Anhänger stehen für viele Bedeutungen. Glücksbringer wie Kleeblatt, Mitbringsel aus dem Urlaub, Herzformen und Vieles mehr. Viele dieser Anhänge sind kleine Erinnerungen an Personen, Urlaube oder Anlässe.
Das“ italienische Glücksarmband“ ist in letzter Zeit in Mode gekommen. Nach und nach erbettelt man sich Glücksymbole, Buchstaben oder Zahlen.
Bettelarmband und sein Ursprung
Viel ist bei Recherchen nicht zu finden.  Eine Geschichte geht zurück auf die Geschichte von Indra, dem König des Himmels. Er bekam, bevor er in die Schlacht eines Dämonen zog, von seiner Gattin ein Band, geknüpft aus Seidenfäden. Nur so konnte er diesen Dämon besiegen.

Es gibt für diese Band sogar Anfang August eigens einen Feiertag „Raskha Bandhan“. Es ist das Fest der geschwisterlichen Verbindung. Mädchen schenken bunte geknüpfte und gesegnete  Seidenbänder und knüpfen diese ihren Brüdern, Eltern, Freunden und Nachbarn an das Handgelenk. Diese Tradition fördert das soziale liebevolle Miteinander und verspricht Beistand in allen Lebenslagen.

Heute auch in Europa sehr beliebt – die Freundschaftsbändchen. Der Beschenkte darf sich dann etwas wünschen. Der Wunsch geht allerdings erst in Erfüllung wenn sich das Bändchen vom Handgelenk löst.

Betteln oder bitten

Die Bedeutung des Armbandes muss nicht unbedingt etwas mit „betteln“ zu tun haben. Es geht dabei eher um erbitten oder durch Bitten sammeln. Im Mittelalter war es verboten auf der Straße zu betteln. Für jede Stadt brauchte man eine spezielle Genehmigung. Diese wurden in Form von Anhänger am Armband gesammelt.

Das Bettelarmband füllt sich mit einer kleinen List

Ist man erst einmal im Besitz von einem Bettelarmband so sollte es auch ständig mit neuen Anhänger bestückt werden. Früher gelang dies, wenn eine Person das Bändchen bestaunte und im besten Falle berührte. So war dann derjenige mehr oder weniger verpflichtet einen Anhänger zu schenken. Also streckten die Mädchen immer wieder ihre Hand aus und ließen es von allen möglichen Verwandten oder Freunden bestaunen und angreifen. Und somit gab es dann einen neuen Glücksbringer.

Mädchen lieben es zu sammeln

Aber auch zu Geburtstagen oder Weihnachten bekamen die Mädchen oft ein kleines Päckchen mit einem kleinen Tiermotiv, Herz, Kleeblatt, Marienkäfer oder einen kleinen Eifelturm. Und die Kinder konnten sich immer daran erinnern von wem sie den Anhänger bekommen haben. War dies ein Souvenir von Oma und Opa aus einem Urlaubsland oder ein Mitbringsel von der Patentante. Stolz zeigen sie dann jedem ihre Sammlung am Handgelenk. Und vielleicht griff ja einer der Freunde das Bettelarmband an.

Das Bettelarmband ist ein schöne Geschenksidee, die jahrelang Freude macht. Neugierig warten die Mädchen auf den nächsten Anhänger für ihre Sammlung.

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