Kind isst kein Gemüse - was tun

Kind isst kein Gemüse – vielleicht klappt es doch?

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Spinat Igitt!

Erinnern wir uns doch an unsere Kindertage. Spinat – igitt! Eigentlich alles was grün aussah. Aber Kleinkinder müssen erst langsam all die neuen Speisen kennenlernen. Ab dem Volkschulalter ändert sich das meistens und ihre Kinder sind den gesunden Lebensmittel etwas offener. Also Geduld – es wird schon! Und seien wir ehrlich – mögen wir wirklich jede Gemüsesorte?

Kind isst kein Gemüse - was tun

Kind isst kein Gemüse – Ausgewogenheit im Speiseplan

Kinder im Wachstum brauchen eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Zu einem vollwertigen Essen gehören natürlich Obst und Gemüse oder auch Vollkornprodukte. Doch was tun, wenn die Kleinen absolut keine vitaminreiche Speisen zu sich nehmen? Welche Tricks können wir uns da ausdenken? Wie können wir sie neugierig machen?

Lasst eure Kinder zum Gärtner werden

Ein paar Blumentöpfe, eine sonnige Fensterbank und schon kann es losgehen. Alle möglichen Gemüsesorten können im Topf wunderbar gedeihen. Und das Kind ist der Gärtner. Seien dies Karotten, Tomaten, Paprika, Radieschen und Vieles mehr – da bekommt man auch Lust das eigene Gemüse zu ernten und zu kosten. Mit dem Selbstwertgefühl steigt ja vielleicht auch der Appetit auf etwas Gesundes?

Gemeinsam essen, Geschichten erzählen

Was gibt es Schöneres als gemeinsam an einem schön gedeckten Tisch zu sitzen und zu essen. Dieses Ritual drängt sich leider immer mehr in den Hintergrund. Wenig Zeit, Stress, Termin stehen an oder alle kommen zu verschiedenen Zeiten nach Hause. Hier sollte man einfach ein paar Regeln aufstellen. Warten bis alle zu Hause sind und dann gemeinsam sich an den Tisch setzen und etwas Feines essen. Sicher ist das nicht immer machbar, aber das sollte die Ausnahme sein.

Kinder prägen sich diese Gewohnheiten ein und sie lieben es alle Familienmitglieder gemeinsam an einem Tisch zu haben. Da kann man sich auch austauschen, Erlebnisse und Geschichten erzählen. Ganz nebenbei erlebt ihr Kind die Essgewohnheiten der Eltern und kostet vielleicht doch das eine oder andere gesunde Gemüse.

BatiLoo Kinderkochbuch - Beispiel Rezept

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Kind isst kein Gemüse – Machtkampf und Erpressung

Wenn Kinder Gemüse verweigern machen sich Eltern Sorgen um die Gesundheit und das Wachstum.  Oft kommt es zu kleinen Machtkämpfen und dann ist das entspannte, gemütliche Essen vorerst Geschichte.

Kein Spinat – kein Nachtisch

Das macht keinen Sinn, denn so wird der gehasste Spinat hinuntergewürgt nur um den geliebten Nachtisch zu bekommen. So lernt das Kind das Gemüse etwas Negatives ist und dieses Essen extra belohnt wird. Manches Mal verstecken Eltern gesundes Gemüse püriert in Speisen und vielleicht funktioniert das ja auch. Aber oft resignieren Mamas und wählen lieber den Frieden am Tisch und so geht der kleine Zwerg als Sieger hervor und bekommt seine „Nudeln mit ohne Alles“.

Irgendwann kommt ihr Kind auf den Geschmack

Eltern sorgen sich um die Gesundheit ihrer Kinder.  Also müssen Vitamine her. Aber bitte nicht die aus der Apotheke. Ob das Kind genug Vitamine bekommt? Keine Sorge – sogar nörgelnde Kinder holen sich die Nährstoffe die ihr kleiner Körper braucht. Und ewig Nudeln essen ist dann auch langweilig. Oft reicht schon als Tagesbedarf ein Apfel und eine Kartoffel.

Kind isst kein Gemüse – Eltern als Vorbild

Essen sollte Spaß machen. Hier können Eltern selbst Einiges dazu tun. Wer selbst immer gerne in die Lade mit Süssigkeiten greift kann seine Kinder nicht mit dem gesunden Apfel reizen. Wenn eine Familie mehrere Kinder hat wird man schnell feststellen, dass jedes seinen ganz eigenen Geschmack hat. Obwohl im gleichen Haushalt aufgewachsen, isst das eine Kind liebend gerne Gemüse und das andere am liebsten nur Fleisch. Dann gibt es Kinder die im Essen lustlos herumstochern und solche die alles aufessen. Statt Druck ausüben – besser – Regeln aufstellen. Mag das Kind keine Zucchini so gibt es auch andere Beilagen die es mag.

Knabbern verdirbt den Appetit

Wenn Kinder ständig etwas Essbares zur Verfügung haben ist es auch nicht wunderlich wenn sie bei der Hauptmahlzeit keinen Appetit haben. Statt Kekse kann man ja auch in mundgerechte Stücke geschnittenes Obst bereit stellen.

Immer nur Lieblingsessen kochen schont zwar die Nerven der Eltern, aber das Kind verlernt dadurch dass Essen vielfältig sein kann. Kinder können auch wunderbar in der Küche mithelfen und vielleicht das eine oder  andere gesunde Lebensmittel entdecken. Lasst die Kleinen Gemüse waschen, schnipseln und rühren. Das macht Spaß und somit steigert sich auch das Interesse von den vielen verschiedenen Zutaten.

Kartoffeln mit einem Keksaustecher in lustigen Formen bearbeitet schmecken einfach viel besser. Das gelingt auch mit anderen Gemüse- oder Obstsorten.

Auf zum Markt – und dann gemeinsam kochen

Gemeinsam einkaufen und eine neue Gemüsesorte entdecken – der Markt bietet eine große Auswahl. Die Kinder lieben die bunte Vielfalt. Und dann – ab nach Hause und mit den Kindern kochen und brutzeln.

Als kleine Snacks kann man ein kleines, buntes Gemüsebuffet herrichten mit einem Dip aus Sauerrahm und Kräuter.

Alles wird auf dem Teller schön und liebevoll angerichtet. Das Auge isst ja bekanntlich mit! Auch hier können die kleinen Superköche ihre Ideen einbringen. Der Tisch ist schön gedeckt und dann kann das Schmausen los gehen. Natürlich ist der Aufwand etwas größer aber es lohnt sich und alle freuen sich auf ein wunderbares gemeinsam gekochtes Gericht. ©Shutterstock

 

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