Zero Waste

Zero Waste – Gemüsereste genial verwerten

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Zero Waste, das neue Modewort mit sehr nachhaltiger Bedeutung. Null vergeuden oder wegwerfen. Es gibt extrem viele Lebensmittel, die wir einfach nachwachsen lassen können. Ein sinnvoller Umgang um Müllberge zu minimieren und sei es nur unser eigener Kompost im Garten. Und du sparst auch noch Geld dabei. Und am besten ist es unsere kleinen Helfer miteinzubeziehen. Unsere Kinder werden Augen machen, was man da noch alles machen kann. Also probiert es einfach aus und staunt!
Zero Waste

Zero Waste – einfach vermehren

Für die Kleinen bedeutet es Lebensmittel zu schätzen und den Umgang mit der Natur zu lernen. Auch wir Erwachsene können davon profitieren. Egal ob Obst, Gemüse, Salat, Kräuter, Pilze, vieles davon kann vermehrt werden. Schon nach kurzer Zeit kannst du bereits wieder ernten. Allerdings – Gemüse und Kräuter wachsen schneller nach als Obst.

Zero Waste -Gemüse – ein kleine Anleitung

Zwiebel – der Tränenfreund

Das geht absolut unkompliziert. Das Wurzelende plus etwas Wurzelfleisch ca 2 cm abschneiden. Versenke sie  in einem Topf mit Erde und halte alles immer wieder feucht. Fall du einen Garten hast kannst du sie im Frühjahr umpflanzen.

Lauch – die grüne Schlanke

Lege die Reste oberhalb der weißen Wurzel in eine Schüssel mit Wasser und stelle sie auf einen sonnigen Platz. Nach ein paar Tagen kannst du neue Triebe entdecken. Schneide einfach die Lauchblätter ab und lass die Wurzeln weiterhin im Wasser. Einmal pro Woche das Wasser wechseln.

Kartoffel und Süßkartoffel haben Augen

Die Kartoffel mit der Schale in zirka fünf Zentimeter große Stücke schneiden und darauf achten, dass ungefähr 2-3 Kartoffelaugen vorhanden sind. Die Stücke trocknen nun für ein paar Tage bei Zimmertemperatur.  Beim Einsetzen der Stücke in einer kompostreichen Erde darauf achten, dass die Kartoffelaugen nach oben zeigen. Die Kartoffelstücke etwa 20cm tief einpflanzen und nicht zu feucht halten. Sind die Sprösslinge etwa 50cm hoch, raus damit in den Garten. Das dauert zwar etwas länger aber etwa vier Monaten kann die Ernte beginnen.

Es grünt so grün – Salat

Verwende die Salatblätter, die normalerweise am Kompost landen würden. Lege sie in eine Schüssel mit wenig Wasser. Stelle die Schüssel an einen sonnigen Ort und halte die Blätter feucht. Dann kannst du nach einigen Tagen beobachten wie sich an den Blättern Wurzeln bilden. Nun können diese in den Topf gesetzt oder in eine Schale mit Wasser gestellt werden. Von verschiedenen Salatsorten verwendet einfach auch die Wurzeln, die ins Wasser gestellt werden.

Karotten – Zero Waste das Grüne macht es aus.

Auch bei Karotten gilt – Zero Waste – allerdings wächst hier nur das Grüne nach, das aber sehr gesund ist. Perfekt für ein Smoothie. Einfach den Karottenkopf verwenden, etwa 2-3 Tage ins Wasser legen bis das Grün zu keimen beginnt und dann in einen Topf mit Erde einpflanzen und bald schon kann das Karottengrün geerntet werden.

Ingwer – scharf und gesund

Diese Knolle ist einfach zu vermehren und sieht sehr dekorativ aus. Schneide einen Teil davon ab und und pflanze sie in einen Topf oder gleich in den Garten. Aber suche einen nicht allzu sonnigen Platz aus und halte die Erde feucht.

Erbsen, Linsen, Mungobohnen und Co – die Vitaminbomben

Nehmt euch ein Einmachglas zur Hand. Bedeckt dann die jeweiligen getrockneten Erbsen, Linsen, Mungobohnen mit der dreifachen Menge Wasser. Nach einer Stunde gießt einfach das Wasser ab. Danach spannt ein Stück Stoff über das Glas und fixiert dieses am Rand mit einem Gummi. Nun folgt täglich 4-5 Tage lang das Wechseln von Wasser. Ganz einfach und schon können die Sprossen geerntet werden.

Knoblauch – der stinkige Tausendsassa

Egal wo, der wichtige Kalziumlieferant  gedeiht im Topf genauso wie im Garten. Eine Knoblauchzehe reicht oft schon aus.  Auch hier gilt es die Erde feucht und warm zu halten. Sobald die Pflanze zu sprießen beginnt kann man sie ein wenig zurückschneiden. Das fördert die Bildung der Knolle.

zero waste

Zero Waste – duftende Kräuter

Im Prinzip sind Kräuter im Garten oder im Topf perfekt geeignet um sie nachwachsen zu lassen. Verwende übrig gebliebene Stängel von den verschiedensten Kräutern. Schneide sie an der Stelle ab wo die ersten Blätter herausragen. Entferne alle Blätter außer der Blattspitze und stelle die Stängel anschließend in ein Gefäß mit Wasser. Nach einigen Tagen ist die Wurzel ein paar Zentimeter lang. Nun pflanzt du die Stängel in einen Topf mit Erde. Ab an einen warmen, aber nicht zu sonnigen Platz und immer schön feucht, aber nicht nass halten.

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Zero Waste – gelingt auch bei Früchten

Das ist schon etwas schwieriger, aber auch das gelingt und es lohnt sich. Dazu brauchst du allerdings vor allem Zeit und viel Geduld. Aber auch hier können unsere Zwerge sehen, dass nicht alles immer so schnell gehen kann.

Äpfel und Birnen – unsere ständigen Begleiter übers ganze Jahr

Lagere die Apfelkerne in eine Dose zwischen zwei feuchten Tüchern im Kühlschrank.  Für die Birnenkerne nimm auf ein Gefäß mit Wasser. Bedecke es mit einem Baumwollstoff. Nach einigen Wochen entdeckst du schon die Keimlinge. Diese können nun etwa ein Zentimeter tief in einen Topf gepflanzt werden. Stelle diesen danach an einen hellen und warmen Platz. Dann können Anfang Mai die kleinen Apfel- oder Birnbäumchen im Garten mit genügend Platz rundum umgepflanzt werden.

Pfirsiche oder Nektarinen am besten mit großen Kernen

Den Kern aus der Frucht entnehmen und das Fruchtfleisch komplett entfernen. Anschließend die Kerne über Nacht auf ein feuchtes Tuch legen. Öffne die Kerne vorsichtig. Nun entnehme die Samen und lege diese auf ein feuchtes Tuch und  verschließe es in einer Dose. Lagere die Dose bei Zimmertemperatur für zwei bis drei Wochen. Ab dann die Dose für drei Monate in den Kühlschrank. Pflanze die Samen 1cm tief in feuchte Erde, sobald sich Keimlinge gebildet haben.

Kirschen oder Weichseln – rot und lecker

Wasche die Kerne und entferne sorgsam die Reste vom Fruchtfleisch. Ideal ist es die Kerne etwas aufzurauen, am besten mit einer Muskat- oder Käsereibe. Lege die Kerne auf ein feuchtes Stück Stoff, gib sie in eine Dose und stelle sie anschließend an einen kühlen Ort. Kirschkerne keimen bei kalten Temperaturen besonders gut. Sobald die ersten Keime auftauchen können sie schon im Garten am besten im Herbst eingepflanzt werden. Nun heißt es einige Jahre abwarten. Nach etwa 4-5 Jahren trägt der Kirschbaum die ersten Früchte.

Zitronen, Orangen, Mandarinen, Limonen – Vitamin C in reinster Form

Ja, auch hier ist Zero Waste bei Zitrusfrüchten möglich. Dafür ist diese Methode verglichen mit den vorigen Früchten relativ einfach. Die frischen Kerne können sofort in einem Topf in einer Tiefe von 1 cm eingesetzt werden. Für ein ideales Wachstum benötigen sie einen sonnigen Standplatz.

Zero Waste – einfach genial

Lebensmittel nachwachsen zu lassen ist einfach und du kannst dich nebenher an den schönen Pflanzen erfreuen. Kinder bekommen so einen sehr wertvollen Zugang zu unseren Lebensmittel. Aber auch das Experimentieren mit verschiedene Kräuter, Früchte und Gemüsesorten macht einfach Spaß. Und sie übernehmen vielleicht auch für die eine oder andere Pflanze Verantwortung. Da gehört ganz genaues Beobachten und Pflegen und Staunen dazu.

Und nun kann mit BatiLoo gekocht werden

Schnappt euch eure leckeren Zutaten und kocht etwas Flederhasen SUPERES aus unserem BatiLoo-Kochbuch mit eigenem Messbecher, wo schon die Kleinen kinderleicht nach Farben kochen können. 

Kürbiskerne Rösten

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